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Ergonomie im Homeoffice - richtiges Sitzen vor dem Computer
21.10.2011, 04:01 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21.10.2011 04:32 von admin.)
Beitrag #1
Ergonomie im Homeoffice - richtiges Sitzen vor dem Computer
Die richtige Körperhaltung am PC ist entscheidend für ein gesundes und erfolgreiches Arbeiten im Homeoffice. Wer lange vor dem Monitor sitzt, kennt das Problem: Kopfschmerzen, brennende Augen, verspannte Muskeln und schmerzende Gelenke. Vor allem im Nacken- und Rückenbereich kommt es häufig zu Beschwerden.
Geschwollene Füße durch zu langes und unbequemes Sitzen, Taubheitsgefühl in den Fingern und der berüchtigte „Maus-Arm“ erweitern die Palette der durch ausgedehnte Computerarbeit hervorgerufenen Beschwerden.

Wer als Freelancer im Homeoffice arbeitet und unregelmäßige Arbeitszeiten, teilweise über viele Stunden an einem Stück, hat, ist besonders gefährdet. Werden ein paar einfache Grundregeln für richtiges Sitzen vor dem Computer beachtet, lassen sich die meisten der angesprochenen Beeinträchtigungen im Vorfeld vermeiden. Ergonomie im Homeoffice lässt sich mit ein paar einfachen Grundregeln lernen.

Jeder Mensch ist anatomisch anders gebaut, hat zudem beim Sitzen am Arbeitsplatz unterschiedliche Bedürfnisse. DIE richtige Haltung gibt es nicht. Daher sollte jeder für sich die individuell angenehmste Körperhaltung am PC finden und die Position der Geräte und Arbeitsmaterialien optimal auf sich zugeschnitten einstellen. Eine Grundregel für richtiges Sitzen vor dem Computer gibt es allerdings doch: Niemals zu nah vor dem Monitor kauern, aber auch nicht zu weit nach hinten lehnen. Stuhl und Arbeitsgeräte sollten so eingestellt und Papiere und andere Materialien so in Griffnähe sein, dass der Körper ohne Verkrampfungen arbeiten kann.

Ist die richtige „Wohlfühlzone“ vor dem Bildschirm erst einmal geschaffen, sollte der Telearbeiter nicht stundenlang in der selben Position verharren: Ideal ist es, immer wieder mal die Körperhaltung zu verändern, zwischendurch aufzustehen, sich zu strecken und ein paar Schritte zu gehen.

Beine und Arme, Schultern, Nacken und Rücken sollten als wichtige „Arbeitspartner“ immer gut behandel werden! So sollten die Füße festen Halt auf dem Boden haben, weder hin und her baumeln noch am Boden unbequem festgedrückt werden. Gleichzeitig sollten die Knie genügend Spielraum haben und sowohl Waden als auch Unterschenkel nicht zusammen gestaucht werden. Regelmäßiges Strecken der Beine und eine Veränderung ihrer Position verhindert Muskelkrämpfe, Schwellungen und Durchblutungsstörungen. Zwischen durch immer wieder mal aufstehen und die Beine lockern. Regelmäßig das Fenster aufmachen und frische Luft schnappen, auch wenn keine Zeit da ist, um nach draußen zu gehen.

Unterarme, Handgelenke und Finger sollten in entspannter Position über der Tastatur „schweben“. Ganz wichtig für die richtige Körperhaltung am PC: Niemals während des Schreibens mit den Handflächen die Arbeitsfläche berühren oder die Unterarme dagegen pressen. Scharfe Kanten sind ebenso zu vermeiden wie stundelange einseitige Bewegungen mit der Maus, damit der gefürchtete Computerarm erst gar nicht entsteht. Dazu trägt auch bei, die Handgelenke locker in anatomisch natürlicher Haltung über den Tasten zu halten und sie nicht verkrampft nach innen zu winkeln.

Schulter- und Nackenmuskeln bleiben entspannt, wenn sie mit Handgelenken und Ellbogen in harmonischer Verbindung arbeiten können. Der Rücken und Wirbelsäule danken es besonders, wenn das Körpergewicht gleichmäßig auf Sitzfläche und Rücklehne des Bürostuhls verteilt wird. Richtiges Sitzen vor dem Computer ist nicht zuletzt abhängig von Körpergröße und -gewicht, daher sind ein ergonomisch gearbeiteter, verstellbarer Bürostuhl und ein ebensolcher Arbeitstisch von Vorteil. Gerade im Homeoffice bestehen viele Möglichkeiten, seine Büromöbel individuell ergonomisch auszuwählen und anzupassen.


Kleiner Tipp: Ist einmal vorübergehend kein spezieller Bürostuhl zur Hand, kann auch ein herkömmlicher Stuhl mit Kissen, Decken und Handtüchern ergonomisch ausgerichtet werden. Dieses Provisorium sollte aber im Homeoffice nicht die Regel sein. Besonders bewährt es sich auf Reisen, um etwa beim Arbeiten mit dem Laptop im Hotelzimmer die richtige Position zu finden.

Nachhaltig belastet werden bei dauerhafter Arbeit im Homeoffice die Augen: Flimmern, Brennen und Rötungen sind unangenehme Folgen. Am besten lassen sie sich vermeiden, wenn nicht ununterbrochen auf den Monitor gestarrt wird, sondern den Augen regelmäßig kleine Unterbrechungspausen gegönnt werden. Ein Blick auf einen entfernten Punkt im Raum oder aus dem Fenster entlastet die Augen und ist Entspannung zugleich.

Um ein Trockenheitsgefühl zu vermeiden, sollte regelmäßig „mit den Wimpern geklimpert“ werden, um die Augen feucht und geschmeidig zu halten. Unbedingt ratsam ist es, bei dauerhafter Tätigkeit am Bildschirm regelmäßig einen Augenarzt aufzusuchen und die Sehkraft überprüfen zu lassen, dies gilt auch für Träger von Kontaktlinsen oder Brille. Eventuell muss eine Spezialbrille für die Computerarbeit angeschafft werden.

Auf jeden Fall sollte, wer vor dem Computer arbeitet, immer auf seinen Körper hören und bei den kleinsten Anzeichen von Beschwerden die richtige Körperhaltung am PC überprüfen sowie die Position von Stuhl und Arbeitsgeräten entsprechend der Ergonomie im Homeoffice anpassen.
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