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Depressionen
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22.10.2009, 17:12
Beitrag #1
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Depressionen
Hallo! Das Thema ist vielen Leuten ja ein wenig unangenehm, aber ich hoffe das ich hier nicht ausgelacht oder nur bemitleidet werde. Eigentlich leide ich schon mein ganzes Leben unter Depressionen, mal mehr, mal weniger, mein Arzt hatte dies schon bestätigt, seit ich ein teeager war. Tabletten habe ich allerdings nie genommen,weil ich immer Anst hatte, dann nur noch so dahin zuvegetieren. Man sagt ja auch, das Depressionen nicht wirklich heilbar sind, aber dieser Gedanke ist viel zu frustrierend, als das ihn ihn näher beleuchten möchte. Außerdem glaube ich es nicht, denn obwohl ich seit vielen Jahren sporadisch unter Depressionen leide, gibt es unzählige Momente, in denen es mir gut geht, auch ohne Tabletten. Ich denke, vieles ist bei dieser Krankheit Kopfsache, je nachdem, wie stark die Depression ausgeprägt ist. Um mit dieser Krankheit zu leben, betrachte ich sie gar nicht als Krankheit, obwohl mein Arzt da anderer Meinung ist, aber mein Arzt lebt ja nicht mein Leben. Gibt es hier auch Betroffene und wie geht ihr mit Depressionen um??????
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22.10.2009, 17:25
Beitrag #2
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RE: Depressionen
Also zunächst einmal kann ich nur jeden bewundern, der offen über das Thema Depressionen reden kann, zumal, wenn es ihn selbst betrifft, denn dieses Thema ist in dieser Gesellschaft immer noch nicht als wirkliche Krankheit anerkannt, zumindest bei den meisten nicht, schließlich sieht man ja keine äußerlichen Auswirkungen, man scheint quasi voll einsatzfähig und funktionstüchtig zu sein, die Qualen der Seele aber bleiben unsichtbar und nicht zu greifen und verunsichert den Betroffenen wie sein Umfeld ja nur noch mehr. Ich glaube, die wichtigste Regel hast du befolgt, du frißt deinen Kummer nicht in dich hinein, das ist schonmal Grundvorraussetzung, um mit dieser Krankheit leben zu können. Ich nenne es jetzt Krankheit, ich hoffe du nimmst mir das nicht übel, aber ich glaube, das es neben einer Kopfsache, wie du schreibst, auch um die Wirkung von Schilddrüse und Hormonen geht. Deshalb ist auch wichtig, das du in ärztlicher Behandlung bist!! Ich selber leide manchmal unter Verstimmungen, ich denke die Grenze ist schwimmend bei solch psychischenZuständen!!!
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22.10.2009, 17:40
Beitrag #3
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RE: Depressionen
Ja genau, die Grenzen bei solchen psychischen Krankheiten und Zuständen sind eher fließend. Wer sagt, wann der Zustand oder eine Phase aufhört und eine ernsthafte Krankheit beginnt. Ja sicher der Arzt, aber eine einheitliche Meinung gibt es unter den Ärzten auch nicht. Wer weiß, wieviele Menschen unter leichten Depressionen leiden und es nicht wissen oder umgekehrt??? Also, solche Gedanken beruhigen mich ungemein. Ich weiß, es gibt Fälle von Depressionen, da können die Betroffenen nicht mal mehr morgens aufstehen oder ihnen fehlt jegliche Lebensfreude. Solche Phasen kenne ich auch, und ich muss sagen, weder mein Arzt noch Tabletten haben mir geholfen, sondern ich selber. In diesen Zeiten tun mir Bücher von Thorwald Detleffsen unheimlich gut. In schweren Schüben lag ich tagelang im Bett und der einzige Lichtblick war diese gute Lektüre.
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22.10.2009, 17:54
Beitrag #4
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RE: Depressionen
Die richtige geistige Nahrung in Form von Literatur tut sicher jeder angeschlagenen Psyche gut. Hast du es schonmal mit Johanniskraut Tabletten versucht. Die wirken stimmungsaufhellend! Allerdings bewirkt Johanniskraut eine gewisse Lichtempfindlichkeit, also sollte sich dann nicht direkt der prallen Sonne ausgesetzt werden. Wobei bei milden Tagen die Sonne und frische Luft dem Gemüt sehr gut tun. Übrigens denke ich, das Depressionen hier immer noch ein gewisses Tabuthema darstellt, weil es ein scheinbar dunkles Thema ist und von daher in unserer spaßfixierten Gesellschaft übel aufstößt. Ich würde mich davon nicht beeindrucken lassen. Indem man offen darüber redet, mimmt man jedem Spöttler den Wind aus den Segeln. Übrigens ist auch Literatur von E.K. Ross nicht zu verachten oder von Robert Monroe. Die Bücher handeln zwar nicht von Depressionen, stärken aber den Sinn fürs Leben, und darum geht es doch bei dieser Krankheit,das nicht alles grau und sinnlos ist
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22.10.2009, 18:03
Beitrag #5
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RE: Depressionen
Du hast das Gefühl von Depressionen komprimiert auf den Punkt gebracht!!! Ein Gefühl der Sinnlosigkeit, Schwärze und Leere und das letzte was man in diesem Zustand gebrauchen kann sind kühle Fachsimpeleien von Ärzten!!! Wenn der Arzt zufällig richtig nett und mitfühlend ist, ist das super, aber was mir dann hilft, ist seine Menschlichkeit und nicht seine Funktion als Arzt. Das verstehen nicht viele Menschen, eigentlich nur Betroffene selber. Aber du verstehst das schon ganz gut, wahrscheinlich verstehen es die eher geistig gesinnten Menschen, als die Materialisten.....Johanniskraut habe ich mal ausprobiert, davon ging es mir komisch, ich weiß, das sie stimmungsaufhellend wirken, war bei mir aber nicht der Fall, meine lieb gewonnene Schwere war auf einmal weg. Ich geh lieber auf die Sonnenbank und dreh die Musik volle Pulle auf, das bringt mir mehr
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22.10.2009, 18:20
Beitrag #6
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RE: Depressionen
Sonnenbank???Mann, das ist gut, also solange du nicht zu oft gehst, du weißt ja...Hautkrebs und so
Ich kann dich wirklich gut verstehen, nicht weil ich Depressionen habe (zumindest nicht das ich wüßte )aber weil ich mich seit Jahren mit Psychologie und ganzheitlichen Heilmethoden beschäftige, außerdem kenne ich meine verstimmten Phasen, da ist dann auch alles grau in meinem Kopf und ich hol mich da auch selbst wieder raus. In gewissem Maße hat das doch jeder Mensch, meistens sind Menschen mit Depressionen auch überaus intelligent, vielleicht zu intelligent für unsere Gesellschaft?????? Und sie sind hochsensibel, aber was erzähl ich dir Übrigens beruhigt Lavendel in jeder Form die Psyche und wirkt antidepressiv, man kann es als Badezusatz wählen,als Tee, als ätherisches Öl....es verströmt dazu einen wunderbaren Duft und ist wahrer Balsam für die Sinne...
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22.10.2009, 18:28
Beitrag #7
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RE: Depressionen
Ich geh nur selten unter die Sonnenbank, müsste ich mir eigentlich vom Arzt verschreiben lassen, schließlich wirkt Licht und Wärme antidepressiv:-))) Also, Hautkrebs hat keine Chance! LAvendel ist toll, kenne ich, hatte mir mal ein Gute nacht Säckchen mit getrocknetem Lavendel selber gemacht und zum Einschlafen aufs Kopfkissen gelegt, das war himmlisch, sollte ich mal wieder tun, aber mit der Zeit verfalle ich imer wieder in eine gewisse Lethargie, die schnell in einen Schub ausbrechen könnte. Aber ich versuche ja dagegen anzugehen und der nette Wortwechsel hier tat mir sehr sehr gut!!!!!
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08.10.2010, 00:16
Beitrag #8
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RE: Depressionen
ganz ehrlich, die sonnenbank hilft wirklich. es ist so schön warm und hell, licht hilft mir sowieso sehr gut wenn ich eine akute phase habe. eine sonnenlampe wäre noch besser, aber die sind recht teuer.ich baue aber auch auuf meine medikamente und würde auch jedem, der nicht nur leicht depressiv ist, dazu raten. wenn man die therapietreue nicth vernachlässigt, dann geht es einem (mir zumindest) um welten besser. ihr habt rehct wenn ihr sagt, dass depressionen gesellschaftlich noch nicht richtig anerkannt sind. wie oft bekommt man zu hören, man soll sich mal zusammenreissen und sich nicht so anstellen...da braucht man ein dickes fell, aber grade das fehlt ja leider meistens. echtes verständnis haben nur leute, die selbst in der situation sind oder waren.
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Ich kann dich wirklich gut verstehen, nicht weil ich Depressionen habe (zumindest nicht das ich wüßte
Übrigens beruhigt Lavendel in jeder Form die Psyche und wirkt antidepressiv, man kann es als Badezusatz wählen,als Tee, als ätherisches Öl....es verströmt dazu einen wunderbaren Duft und ist wahrer Balsam für die Sinne...