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Demenz
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07.11.2009, 13:43
Beitrag #1
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Demenz
Hallo, ich grüsse euch, ich habe zur Zeit echt ein paar Probleme mit meiner Mutter. Sie vergißt immer mehr und wiederholt sich immer öfter, was gar nicht zu ihr paßt, da sie eine blitzgescheite Frau ist, irgendwie hat sich ihr Wesen in den letzten Monaten sehr stark verändert und ich weiß nicht, ob es normale Begleiterscheinungen des Alters sind oder schon krankhaft. Zum Arzt geht sie kaum, da sie sich körperich bester Gesundheit erfreut, außerdem hegt sie eine echte Phobie gegen Ärzte, sie denkt das ist alles nur Geldmacherei und die Ärzte von heute seinen Stümper, ich müßte sie im Fall des Falles wirklich zum Arzt zerren:)Aber Scherz beiseite, leidet sie wohl unter altersbedinter Demenz, also Alzheimer...Ich kann ihre Symptome gar nicht einordnen und würde gern etwas für sie tun....manchmal sitzt sie auch ganz geistesabwesend einfach nur da und starrt Löcher in die Luft, das kenn ich überhaupt nicht von ihr...
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07.11.2009, 13:55
Beitrag #2
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RE: Demenz
Die Grenze zwischen altersbedingter Tüddeligkeit und krankhafter Demenz ist sicherlich schwebend und von einem Laien schwer zu beurteilen. Der Krankheitverlauf ist sehr schleichend und tückisch und macht sich meist bemerkbar bei sichtbar fortgeschrittener Demenz.
Typische Anzeichen sind der zunehmende Verlust des Kurzzeit Gedächnis (das Langzeitgedächnis funktioniert merkwürdigerweise noch einwandfrei), Orientierungslosigkeit und Realitätsverlust, der Patient scheint sich nach und nach wieder zurückzuentwickeln, welche Tatsache er durchaus im ersten Stadium noch bemerkt, das zu spüren, muß große Ängste verursachen, vielleicht daher das manchmal geistesabwesende Verhalten deiner Mutter. Vielleicht hat aber auch nur eine schlechte Phase, hast du denn schonmal ehrlich mit ihr über deine Sorgen bezüglich ihrer Person gesprochen, das wäre der erste Schritt und sehr wichtig zur weiterren Diagnose. |
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07.11.2009, 14:10
Beitrag #3
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RE: Demenz
Ich habe schon mehrmals versucht mit ihr zu reden(das mit der Diagnose habe ich mir nämlich auch gedacht), aber sie reagierte entweder spöttisch oder wurde sogar richtig wütend. Das Thema Demenz habe ich natürlich nicht direkt angesprochen aus Scham und Angst sie zu verletzen. Vielleicht sollte ich dies mal tun. So eine weitere typische Sache, welche erst seit ein paar Monaten auffällt, ist folgende Situation: Sie fragt mich irgendwas, z.B. ob wir zusammen einkaufen fahren, ich sage ja gleich oder ja morgen o.ä.und nach ein paar Minuten stellt sie mir die gleiche Frage. Ich wurde schon manchmal ärgerlich, aber dann wurde sie beleidigt oder auch wütend, ich weiß gar nicht mehr, wie ich mit ihr umgehen soll. Wenn ich daran denke, daß es vielleicht wirklich Demenz ist und immer schlimmer wird und sie wohlmöglich irgendwann in ein Pflegeheim muss, wird mir ganz anders...wie kann sich eine Persönlichkeit nur so verändern, ich finde es erschreckend...
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07.11.2009, 14:23
Beitrag #4
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RE: Demenz
Also ich würde folgendes vorschlagen. Ich würde das Thema Demenz ganz direkt ansprechen, vielleicht schaffst du vorher eine nette Atmophäre beim Essen oder irgendwas, wo deine Mutter gut drauf ist und aufnahmebereit. Du mußt ihr klarmachen, das erste Krankheitszeichen nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun haben und du einfach ärztlich eine genaue Diagnose benötigst, weil du dir Sorgen machst, vielleicht ist ja auch nichts, diese Option mußt du ihr offenlassen, ganz wichtig. Menschen in diesem Alter und mit wirklicher Demenz sind sehr sensibel und der Umgang sollte behutsam und locker erfolgen. Da muß man natürlich erst einmal reinwachsen. Also erst Gespräch, dann Arzt und entsprechende Maßnahmen. Wenn deine Mutter aufgrund einer Demenzerkrankung ständig was vergißt und immer und immer wieder nachfragt, darfst du nicht genervt reagieren, das verunsichert deine Mutter noch mehr , weil sie ja jedesmal denkt, sie frage das erste Mal!!!Nimm die Sache mit ein wenig Humor, nur so ist der weitere etwaige Krankheitsverlauf gut zu überstehen, du mußt ja auch an deine Nerven denken
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07.11.2009, 14:35
Beitrag #5
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RE: Demenz
Ja ich denke, ganau in dieser Reihenfolge werde ich vorgehen, ich bin froh, wenn ich endlich aktiv werde und das ich mich nun mit diesem Thema befasse, ich meine, je früher die richtige Diagnose gestellt wird, um so effektiver ist doch die entsprechende Medikamentation! Ich fühle mich wirklich verantwortlich für sie, ist doch logisch! Ja ein wenig Humor für die Nerven kann wirklich nicht schaden, wer weiß was noch alles auf uns zukommt. Insofern...Ich versuche meine Mutter in Zukunft bedächtiger zu behandeln, für sie muß das ja erst recht eine schwierige Situation sein, wenn sie bemerkt, wie sich das Gehirn verändert und Angst vor Kontrollverlust oder so hat, aber wir schaffen das schon!!Ich bin wirklich sehr dankbar für die Tipps und werde sie definitiv beherzigen
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07.11.2009, 14:47
Beitrag #6
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RE: Demenz
Es freut mich, wenn ich eine erste Orientierung zu dem Thema möglicher Demenz bieten konnte
Immerhin ist es ein ungemein wichtiges Thema, da der Patient immer mehr auf die Hilfe von außen angewiesen ist, doch das muß das Umfeld ja erstmal wissen, wie wichtig die eigene Hilfe überhaupt für den Patienten ist. Hole dir auf jeden Fall noch konkretere Informationen zu Demenz und am besten bedienst du dich diesbezüglich verschiedener Quellen!! Wichtig bei der Wahl eines guten Pflegeheimes(wir wollen es nicht hoffen, aber wenn doch, bitte diesen letzten Tip beherzigen!!)sind die regelmäßigen Schulungen des Personals in hinsichtlich der Demenz- Patienten. Nicht wenige Schwestern kennen sich mit der Krankheit gar nicht richtig aus und können so dem Patienten kein bestmögliches Umfeld bieten, es sollte ein Heim mit Spezialisierung auf Demenz sein, weil diese Menschen doch in ihrer ganz eigenen Welt leben und dies sollte würdevoll berücksichtigt werden!!
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Immerhin ist es ein ungemein wichtiges Thema, da der Patient immer mehr auf die Hilfe von außen angewiesen ist, doch das muß das Umfeld ja erstmal wissen, wie wichtig die eigene Hilfe überhaupt für den Patienten ist. Hole dir auf jeden Fall noch konkretere Informationen zu Demenz und am besten bedienst du dich diesbezüglich verschiedener Quellen!! Wichtig bei der Wahl eines guten Pflegeheimes(wir wollen es nicht hoffen, aber wenn doch, bitte diesen letzten Tip beherzigen!!)sind die regelmäßigen Schulungen des Personals in hinsichtlich der Demenz- Patienten. Nicht wenige Schwestern kennen sich mit der Krankheit gar nicht richtig aus und können so dem Patienten kein bestmögliches Umfeld bieten, es sollte ein Heim mit Spezialisierung auf Demenz sein, weil diese Menschen doch in ihrer ganz eigenen Welt leben und dies sollte würdevoll berücksichtigt werden!!